04.08.2026
Ein Beschluss, mit dem die Wohnungseigentümer für einen nachfolgenden Umlaufbeschluss die erforderliche Mehrheit herabsetzen, kann eigenständig angefochten werden. Wird der darauf beruhende Umlaufbeschluss jedoch bestandskräftig, entfällt nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil v. 17.7.2026, V ZR 190/25) das Rechtsschutzbedürfnis für die Klage gegen den sogenannten Absenkungsbeschluss.
VDIV-News
Strom-Netzentgelte 2027: Staatlicher Zuschuss soll sinken
04.08.2026
Die Entlastung bei den Strom-Netzentgelten dürfte 2027 geringer ausfallen als im laufenden Jahr. Nach dem Entwurf für den Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds soll der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 sinken. Das entspricht einer Kürzung um knapp 15 Prozent.
Kostenfalle bei Gas- und Ölheizungen?
04.08.2026
Der Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung kann für Eigentümer und Mieter langfristig zu erheblichen Mehrkosten führen. Darauf weist eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hin. Nach den Berechnungen könnten sich die laufenden Heizkosten bis 2040 mehr als verdoppeln. Wärmepumpen schneiden im Vergleich deutlich günstiger ab und halten die jährlichen Ausgaben weitgehend stabil.
Kabinett beschließt EEG-Novelle und Netzpaket: Neue Regeln für Photovoltaik und Netzanschlüsse
04.08.2026
Das Bundeskabinett hat mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und dem sogenannten Netzpaket zwei zentrale energiepolitische Vorhaben auf den Weg gebracht. Beide Entwürfe sollen den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie stärker an Stromnachfrage und verfügbaren Netzkapazitäten ausrichten.
Branchenbarometer 2026: Wirtschaftlich auf Wachstumskurs, personell am Limit
04.08.2026
Die Immobilienverwaltungsbranche behauptet sich auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Das jetzt veröffentlichte VDIV-Branchenbarometer 2026 zeigt steigende Umsätze und bessere Betriebsergebnisse. Gleichzeitig wird deutlich: Viele Unternehmen können die wachsenden fachlichen, regulatorischen und organisatorischen Anforderungen kaum noch mit den vorhandenen Kapazitäten bewältigen. Dabei trennen sich Unternehmen immer öfter von aufwendigen und unrentablen Gemeinschaften.
Wärmepumpe überholt fossile Heizungen beim Heizungstausch
21.07.2026
Die Wärmepumpe war 2025 bei selbstnutzenden Eigentümern erstmals die am häufigsten neu eingebaute Heizungsart. Nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft auf Grundlage des Ariadne Wärme- und Wohnen-Panels ließen 1,9 Prozent der befragten Eigentümerhaushalte eine Wärmepumpe installieren. Der Anteil neu eingebauter Kesselheizungen sank dagegen von 3,0 auf 1,4 Prozent.
Neubau bleibt deutlich hinter Wohnraumbedarf zurück
21.07.2026
Der Mangel an Wohnungen dürfte sich 2026 weiter verschärfen. Nach Berechnungen des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken werden die erwarteten Fertigstellungen lediglich rund 58 Prozent des zusätzlichen Wohnraumbedarfs abdecken. Hinzu kommt, dass neue Wohnungen häufig nicht dort entstehen, wo die Nachfrage besonders hoch ist.
Baufertigstellungen brechen weiter ein – Genehmigungen ziehen an
21.07.2026
Der deutsche Wohnungsbau zeigte 2025 ein gespaltenes Bild, wie eine destatis-Analyse nun ergab. Während die Zahl der fertiggestellten Wohnungen deutlich zurückging, stiegen die Baugenehmigungen erstmals seit mehreren Jahren wieder an.
Deutschland verzeichnet europaweit die höchsten Hochwasserschäden
21.07.2026
Deutschland ist innerhalb Europas besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen von Hochwasser betroffen. Nach einer aktuellen Analyse von Allianz Trade summierten sich die direkten Hochwasserschäden hierzulande zwischen 2000 und 2025 auf rund 69 Milliarden Euro. Damit liegt Deutschland deutlich vor Italien und Spanien. Europaweit entstanden im selben Zeitraum Schäden von insgesamt 226 Milliarden Euro. Als wesentlichen Grund nennt die Studie die hohe Konzentration wirtschaftlicher Werte in gefährdeten Regionen.
Wahnsinn - rund 290 Baunormen und Kostenanstieg von 245 Prozent: Wohngebäude werden immer teurer
21.07.2026
Die Vielzahl technischer Normen und Standards treibt die Kosten im Wohnungsbau erheblich in die Höhe. Darauf weisen die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) und das Institut für Bauforschung (IFB) anlässlich ihres 80-jährigen Bestehens hin. Für die Pflichtnachweise im Bauantrag eines durchschnittlichen Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohnungen, vier Geschossen und einer mittleren Wohnfläche von 73 Quadratmetern müssen demnach rund 290 Normen berücksichtigt werden.